Geschichte

Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.
(Helmut Kohl)

 

Auch wenn unsere lokale Geschichte nicht weltbewegend ist, ist es doch interessant und nützlich diese etwas zu kennen, um – getreu dem Zitat von Helmut Kohl – die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft gestalten zu können.

Glieder streben nach Selbständigkeit

Wer bedenkt, dass die kirchlichen Handlungen wie Messe, Taufe, Beerdigung, etc. für alle Bewohner der Region (bis Altmatt) jeweils in der Kirche in Steinen zu geschehen hatten, kann nachvollziehen, dass sich die einzelnen abgelegenen Glieder der Mutterkirche Steinen um eigene Kultusstätten und auch um organisatorische und finanzielle Unabhängigkeit bemüht haben.

So wurde in Sattel (für Sattel, Biberegg, Rothenthurm, Altmatt) 1394 eine eigene Kaplanei errichtet, die 1598 zur Pfarrei erhoben wurden. 1606 folgte Steinerberg in diese „Selbständigkeit“, in dem Landammann und Rat zu Schwyz die Steinerberger von der Pflicht entbanden, den Gottesdienst in Steinen zu besuchen. Die Proklamation einer eigenen Pfarrei erfolgt für Steinerberg am 12. Januar 1646. Rothenthurm schliesslich wurde vom Landrat am 19. September 1665 die Errichtung einer eigenen Kaplanei bewilligt. Am 3. Juni 1776 wurde Rothenthurm dann zu einer eigenen Pfarrei. Mit der Löslösung von Sattel, Steinerberg und Rothenthurm waren stets auch neuen Grenzziehungen notwendig, die nicht immer ohne Nebengeräusche über die Bühnen gingen.

Aus diesen nunmehr selbständigen Pfarreien wurden mit den Bestimmungen in der Kantonsverfassung vom 18. Februar 1848 die heutigen politischen Gemeinden gebildet.
Walserkarte Kanton Schwyz «Walserkarte des Kantons Schwyz», Kupferstich koloriert,
datiert 1767, von Gabriel Walser (1695-1776)

Alles beginnt mit Steinen

Dass die heutigen Gemeinden Steinen, Sattel, Steinerberg und Rothenthurm einst alle zum Kirchgang Steinen gehörten, ist vielen Einwohnerinnen und Einwohnern nicht (mehr) bekannt und bewusst. Auch dass die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gegend ihre Angelegenheiten seit nunmehr 750 Jahre eigenständig regeln, dürfte nicht so bekannt sein.

Mit dem Gedenk- und Feierjahr 2019 soll auf diese gemeinsame lokale Geschichte zurückgeblickt werden.

Ob der Loskauf der Kirchgenossen „zu Steinen und am Sattel“ tatsächlich 1269 stattfand, lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen. Es gibt keine Urkunde aus der Zeit, die diesen Loskauf so bestätigen würde. Was der Glarner Gelehrte und Politiker Ägidius Tschudi ca. 1550 in seinem Chronicon Helveticum beschrieb, gilt unter Historikern nicht als Nachweis, zumal bekannt ist, dass Ägidius Tschudi nicht immer sehr sorgfältig und wissenschaftlich, sondern zuweilen auch politisch und literarisch schrieb.

Zweifellos waren es zu jener Zeit die Habsburger, die in unserer Gegend als Inhaber von grundherrlichen Rechten Einfluss ausübten. Der Verkauf dieser Rechte an die Kirchgenossen lässt sich am ehesten wohl mit der bekannten dauernden Geldnot der Habsburg-Laufenburger erklären.

 

GEMEINDELINKS

   Steinen
   Sattel
   Steinerberg
   Rothenthurm

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CH-6417 Sattel

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